Die Leistung der Bräunungslampen
Die Leuchtstofflampen der Solarien werden oft als Bräunungslampen oder Solarium Röhren bezeichnet. Sie sind die Leistungsquelle für eine schnelle, durch UV-Licht erzeugte Bräune.
Beim Leistungsvergleich der einzelnen Solarien weisen die Sonnenstudiobetreiber meist nur auf die Anzahl der in dem Gerät befindlichen Solarium Röhren und deren Leistungsaufnahme - gemessen in Watt - hin. Die Leistung der Bräunungslampen wird nicht in Watt, sondern in Wm², mWcm² oder in MED-Werten angegeben oder gemessen. Die Leistungsaufnahme wird in Watt angegeben. Diese ist bei Privatgeräten meist 80/100W und bei Profigeräten meist 140/160W. Die Leistungsaufnahme hat unwesentlich mit der Leistungsabgabe, also der Bräunungsleistung, zu tun.
Hier spielen eher Phosphor, Quecksilberanteil, Glasqualität und Können des Herstellers eine Rolle. Die Stromaufnahme in Watt ist sicherlich der unwesentlichste Faktor bei Bräunungslampen.
Eine in Profisolarien verwendete Bräunungslampe mit einer Leistungsaufnahme von 160 Watt kann sich in der Leistungsabgabe um mehr als 30% unterscheiden, deshalb ist ein Vergleich der Leistungsaufnahme nicht aussagekräftig.
Durch schlechte Starter kommt es häufig vor, dass die Enden der Bräunungslampe sich dunkelgrau bis schwarz verfärben. Dies sieht lediglich unschön aus, mindert aber nicht die Leistung der Röhren oder verkürzt deren Lebensdauer.
Die Lebensdauer einer Bräunungslampe ist sehr vom Typ und der Qualität der Röhre abhängig, die Spanne reicht von 200 bis 800 Stunden. Der Studiobetreiber sollte mit geeigneten Messgeräten die tatsächliche Leistung der Röhre regelmäßig messen. Bei einer noch verbliebenen Leistung von 80% gegenüber der Neuleistung nach den ersten 10 Betriebsstunden sollten zumindest in Profi-Solarien die Röhren ausgetauscht werden.
Danach entsprechen die Bräunungslampen nicht mehr der DIN 60335 Messung und stimmen nicht mehr mit den empfohlenen Besonnungszeiten des DIN 5050 und DIN 60335-2-27 Datenblatt überein.